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REVOLUTION IN RUSSLAND ...

Vergebens warten die roten Matrosen und Soldaten unter ihrem Führer Granka Umnitsch in St. Petersburg auf das Eintreffen der revoltierenden deutschen Hochseeflotte. Der englische Agent Orvill knüpft zusammen mit dem rechten Sozialrevolutionär Ssawin seine konterrevolutionären Fäden. Rune Lewenclau, eine schwedische Amazone, die sich im Revolutionschaos ihr eigenes kriegerisches sibirisches Reich geschaffen hat, kommt nach St. Petersburg, um an der Seite Grankas zu kämpfen. Die imperialistischen Mächte, allen voran England, mobilisieren gegen die Revolution. Granka verkauft die Stadt St. Petersburg an den Juden Gad, Repräsentanten der Hochfinanz, und stellt das Geld zur Finanzierung der Weltrevolution zur Verfügung. Er selbst zieht sich mit Rune und den künftigen „Waldmatrosen“ in die Wälder zurück und gründet dort eine anarchistische Kommune, die Hohe nördliche Gemeinde. In St. Petersburg übernehmen Ssawin und Orvill das Regime und befestigen die Stadt entgegen den Absprachen mit Gad als Ausgangspunkt zur Eroberung der Wälder. Während Granka in Schwermut verfällt und Rune heimlich Kontakt mit Ssawin aufnimmt, gärt es in den neuerstandenen Fabriken St. Petersburgs. Die aufständischen Arbeiter rufen endlich Granka zurück, sein alter Kampfeswille erwacht, Ssawin mobilisiert seine Soldaten und droht sich zum Diktator aufzuschwingen. Die Abgesandten der Weltrevolution kehren zurück, die imperialistischen Flotten nähern sich St. Petersburg, Revolten brechen auf den Schiffen aus. Es kommt zur alles entscheidenden Schlacht ...

Szene Sturmflut mit Heinrich George und Ellen Widmann

 

Prophezeiungen

Das Szenario um den revolutionären Matrosen Granka Umntisch, einem volkstümlichen, mehr anarchischen denn leninistischen Revolutionsführer, und die Amazone Rune Lewenclau hatte Paquet bereits in seinem 1923 erschienen zweiten Roman Prophezeiungen entworfen, einer literarischen Verarbeitung seiner Eindrücke von der russischen Revolution, die in der wohl zutreffenden Bewertung Gerd Koenens „die russische Revolution als Fantasy-Story“ darbot.

Zeitungsausschnitt Uraufführung Sturmflut

 

Sturmflut

Paquets Drama Sturmflut hatte im Februar 1926 an der Berliner Volksbühne Premiere. Regie führte Erwin Piscator, der nicht zuletzt durch diese Inszenierung von Sturmflut in den Rang des wohl innovativsten und aufsehenerregensten Theaterregisseurs der Weimarer Republik aufrückte.

Zum erstenmal wurde in der Inszenierung von Sturmflut durch die Zusammenarbeit zwischen Paquet und Piscator der Film konsequent als dramatisches Mittel auf die Bühne geholt. Teils dokumentarische, teils mit den Schauspielern der Inszenierung eigens angefertigte Filmeinspielungen ergänzten das Bühnengeschehen auf einer Leinwand, eine Großaufnahme vor dem letzten Vorhang zeigte so den Schauspieler Heinrich George in der Rolle des russischen Matrosen und Revolutionsführers beim Steuern eines Schiffes der roten Flotte.

Weitere Informationen zu Erwin Piscator:
de.wikipedia.org Erwin Piscator

 

 

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